Kurz erklärt
Ein MSP (Managed Service Provider) ist ein IT-Dienstleister, der vereinbarte Teile der IT eines Unternehmens dauerhaft betreut und dafür meist eine feste monatliche Gebühr erhält. Typische Leistungen sind Überwachung, Updates, Datensicherung, Benutzerverwaltung und Support. Umfang und Zuständigkeiten werden vertraglich festgelegt, oft in einem SLA.
Was ist MSP?
Ein MSP arbeitet nicht erst, wenn etwas kaputt ist. Er übernimmt laufende Aufgaben nach einem festen Plan. Dazu nutzt er Werkzeuge wie RMM, ein Ticketsystem und eine Dokumentation der Kundenumgebung. Die Abrechnung erfolgt häufig pro Arbeitsplatz oder pro Gerät und Monat. Einige Leistungen sind darin enthalten, andere werden gesondert abgerechnet, etwa Projekte oder Arbeiten vor Ort. Was genau dazugehört, steht im Leistungsverzeichnis.
Der Unterschied zum klassischen IT-Dienstleister liegt im Modell. Früher wurde meist nach Aufwand abgerechnet, im sogenannten Break-Fix-Modell. Ein MSP hat ein Interesse daran, dass Störungen gar nicht erst entstehen. Verwandt sind IT-Outsourcing, bei dem größere Teile der IT abgegeben werden, und die externe IT-Abteilung. Ein MSP kann auch neben einer internen IT arbeiten und nur bestimmte Aufgaben übernehmen.
Für einen Mittelständler ohne eigene IT-Abteilung kann ein MSP planbare Kosten und feste Ansprechpartner bringen. Entscheidend ist, dass Zuständigkeiten klar sind: Was übernimmt der Dienstleister, was bleibt im Haus, und was liegt beim Hersteller? Ein guter erster Schritt ist eine Liste Ihrer Systeme und der Aufgaben, die heute niemand verlässlich erledigt. Darauf aufbauend vergleichen Sie Angebote und Leistungsumfang.
Typisches Szenario
Ein Handwerksbetrieb mit 30 Arbeitsplätzen hat bisher einen Bekannten, der bei Problemen aushilft. Er beauftragt einen MSP mit Updates, Überwachung und Datensicherung und behält die Pflege seiner Branchensoftware bewusst beim Softwarehersteller.
Beispielhafte Situation zur Veranschaulichung, kein Kundenprojekt.
Häufige Fragen zu MSP
Was kostet ein MSP?
Viele MSP rechnen pro Arbeitsplatz und Monat ab. Die Spanne am Markt ist groß und hängt davon ab, ob Support, Sicherheitssoftware, Datensicherung oder Arbeiten vor Ort enthalten sind. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Preis, sondern das Leistungsverzeichnis und die Regeln für zusätzliche Aufwände.
Was ist der Unterschied zwischen MSP und IT-Outsourcing?
Ein MSP betreut vereinbarte Teile Ihrer IT laufend, etwa Überwachung, Updates und Support. IT-Outsourcing ist der weitere Begriff und kann auch die vollständige Übergabe der IT an einen Dienstleister bedeuten. In beiden Fällen sollten Zuständigkeiten, Erreichbarkeit und Ausstiegsregeln schriftlich festgehalten sein.
Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.