Glossar · Infrastruktur

VPN

Virtual Private Network

Einfach erklärt: was VPN ist, wie es funktioniert und was es für Ihr Unternehmen bedeutet.

  • 01Themenfeld · Infrastruktur
  • 02Lesezeit · 2 Min.
  • 03Stand · Oktober 2026

Kurz erklärt

Ein VPN (Virtual Private Network) ist eine verschlüsselte Verbindung über das Internet, die ein Gerät oder einen ganzen Standort sicher mit dem Firmennetz verbindet. Daten werden auf dem Weg so geschützt, dass Dritte sie nicht mitlesen können. Unternehmen nutzen VPNs vor allem für das Homeoffice und für die Verbindung mehrerer Standorte.

Was ist VPN?

Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen zwei Endpunkten auf. Beim Fernzugriff installiert der Mitarbeitende ein kleines Programm auf seinem Laptop, meldet sich an und arbeitet danach, als säße er im Büro. Bei der Standortvernetzung verbinden sich zwei Firewalls dauerhaft miteinander. Gängige Verfahren sind IPsec, SSL- bzw. TLS-basierte VPNs und WireGuard. Die Gegenstelle im Unternehmen ist meist die Firewall.

Man unterscheidet Remote-Access-VPN für einzelne Nutzer und Site-to-Site-VPN zwischen Standorten. Das Firmen-VPN ist nicht dasselbe wie ein VPN-Dienst für Privatleute, der vor allem den eigenen Standort verschleiert. Eine Schwäche klassischer VPNs ist, dass Nutzer nach der Anmeldung oft das ganze Firmennetz erreichen. ZTNA geht hier einen anderen Weg und gibt nur einzelne Anwendungen frei. VPN-Zugänge sind außerdem ein häufiges Angriffsziel.

Für einen Mittelständler bleibt das VPN ein bewährtes Werkzeug, wenn es sauber eingerichtet ist. Dazu gehören MFA bei jeder Anmeldung, zügige Updates des VPN-Geräts und Berechtigungen, die nur die tatsächlich benötigten Bereiche freigeben. Ein guter erster Schritt ist eine Liste aller VPN-Konten: Gehören sie aktuellen Mitarbeitenden, sind Zugänge ausgeschiedener Personen oder externer Dienstleister noch aktiv? Nicht mehr benötigte Konten sollten sofort gesperrt werden.

Typisches Szenario

Ein Planungsbüro mit 15 Arbeitsplätzen erlaubt Homeoffice an zwei Tagen pro Woche. Die Mitarbeitenden verbinden sich per VPN mit MFA und erreichen nur den Dateiserver und das Projektprogramm. Bei einer Durchsicht fällt ein noch aktiver Zugang einer ehemaligen Werkstudentin auf, der umgehend gesperrt wird.

Beispielhafte Situation zur Veranschaulichung, kein Kundenprojekt.

Häufige Fragen zu VPN

Ist ein VPN noch zeitgemäß oder brauche ich ZTNA?

Ein gut eingerichtetes VPN mit MFA und eingeschränkten Berechtigungen ist für viele Mittelständler weiterhin sinnvoll. ZTNA lohnt sich vor allem, wenn viele Mitarbeitende von außen arbeiten, Anwendungen in der Cloud liegen oder Zugriffe sehr fein gesteuert werden sollen. Oft laufen beide Ansätze eine Zeit lang parallel.

Was ist der Unterschied zwischen einem Firmen-VPN und einem privaten VPN-Dienst?

Ein Firmen-VPN verbindet Mitarbeitende oder Standorte sicher mit dem eigenen Firmennetz. Ein privater VPN-Dienst leitet den Internetverkehr über Server eines Anbieters, um den eigenen Standort zu verbergen oder öffentliche WLANs abzusichern. Der private Dienst gibt Ihnen also keinen Zugang zu Firmendaten und ersetzt kein Firmen-VPN.

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

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