Glossar · Infrastruktur

Virtualisierung

Einfach erklärt: was Virtualisierung ist, wie es funktioniert und was es für Ihr Unternehmen bedeutet.

  • 01Themenfeld · Infrastruktur
  • 02Lesezeit · 2 Min.
  • 03Stand · Oktober 2026

Kurz erklärt

Virtualisierung ist eine Technik, mit der auf einem physischen Server mehrere voneinander getrennte virtuelle Computer laufen. Eine Software namens Hypervisor teilt Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatten auf diese virtuellen Maschinen auf. Bekannte Beispiele für Hypervisoren sind Proxmox VE, VMware vSphere und Microsoft Hyper-V.

Was ist Virtualisierung?

Der Hypervisor sitzt direkt auf der Hardware oder auf einem schlanken Betriebssystem. Er stellt jeder virtuellen Maschine einen Teil der Ressourcen zur Verfügung, als hätte sie eigene Hardware. Auf jeder virtuellen Maschine läuft ein vollständiges Betriebssystem, etwa Windows Server oder Linux. Fällt eine virtuelle Maschine aus, bleiben die anderen unberührt. Mehrere physische Server lassen sich zu einem Cluster verbinden, sodass virtuelle Maschinen bei einem Hardwaredefekt auf einen anderen Server wechseln können.

Neben virtuellen Maschinen gibt es Container. Sie teilen sich den Kern des Betriebssystems und sind dadurch leichter, aber weniger stark voneinander getrennt. Proxmox VE unterstützt beides. Virtualisierung ist auch die technische Grundlage vieler Cloud-Angebote und einer Private Cloud. Wichtig: Eine virtuelle Maschine braucht genauso eine Datensicherung wie ein physischer Server. Ein Snapshot ersetzt kein Backup an einem getrennten Ort.

Für Mittelständler bedeutet Virtualisierung weniger Hardware, einfachere Wartung und schnellere Wiederherstellung. Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom und den geänderten Lizenzmodellen prüfen viele Unternehmen Alternativen wie Proxmox VE. Ein erster Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Server laufen heute, welche Lizenzen sind im Einsatz und wann laufen Verträge aus? Daraus ergibt sich, ob und wann ein Wechsel sinnvoll ist.

Typisches Szenario

Eine Spedition mit 40 Arbeitsplätzen betreibt fünf ältere Einzelserver. Sie fasst Warenwirtschaft, Dateiserver und Telefonanlage als virtuelle Maschinen auf zwei neuen Servern zusammen und richtet eine Sicherung auf ein getrenntes System ein.

Beispielhafte Situation zur Veranschaulichung, kein Kundenprojekt.

Häufige Fragen zu Virtualisierung

Was ist der Unterschied zwischen Proxmox VE und VMware?

Beide sind Hypervisoren für virtuelle Maschinen. Proxmox VE ist quelloffen und ohne Lizenzkosten nutzbar, kostenpflichtig sind optionale Support-Abonnements. VMware vSphere gehört zu Broadcom und wird über Lizenzpakete vertrieben, deren Bedingungen sich zuletzt deutlich geändert haben. Funktionsumfang und Migrationsaufwand sollten im Einzelfall verglichen werden.

Lohnt sich Virtualisierung für ein kleines Unternehmen?

Oft ja, schon ab zwei oder drei Serverdiensten. Virtualisierung spart Hardware, erleichtert Updates und beschleunigt die Wiederherstellung nach einem Defekt. Auch ein einzelner Server kann mehrere virtuelle Maschinen tragen. Wichtig sind eine passende Datensicherung und ein Plan, wie bei einem Hardwareausfall weitergearbeitet wird.

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

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